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Melanie 16.12.2014 15:32 Uhr
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Facebook zeigt keine Suchergebnisse von Bing mehr an

Facebook zeigt seit dem Wochenende nicht mehr die Ergebnisse der Microsoft-Suchmaschine Bing an. Stattdessen sollen den Nutzern nun durch die eigene Suchmaschine alle Infos zur Verfügung gestellt werden, die sie brauchen. Diese Neuerung bezieht sich – zumindest vorerst – allerdings nur auf den englischsprachigen Bereich des sozialen Netzwerks.

Laut Facebook-Gründer Mark Zuckerberg reichen die Informationen, die in seinem eigenen Netzwerk stecken, vollkommen aus, um alles zu erfahren, was man wissen möchte.

Keinen Einfluss auf die gute Zusammenarbeit mit Microsoft

Ein Facebook-Sprecher begründet die Entscheidung der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber damit, sich darauf konzentrieren zu wollen, den Mitgliedern alles anzuzeigen, was jemals auf Facebook geteilt wurde. Alle Kommentare und sämtliche geposteten Infos sind mithilfe der überarbeiteten Suchfunktion schnell zu finden.

Einen Einfluss auf die gute Zusammenarbeit mit Microsoft habe die Entscheidung jedoch nicht, betonte der Sprecher. Denn in vielen anderen Bereichen bleiben Facebook und Microsoft weiterhin enge Partner.

Microsoft bestätigt das. Ein Sprecher von Bing unterstrich ebenfalls die gute Kooperation, die auch in Zukunft weiter fortgesetzt werden soll.

User können eigene Suchmaschine nutzen

Branchenkenner weisen auf die große Bedeutung hin, die Suchmaschinen und die dahinter stehende Technologie für das gesamte Internet haben. Bereits im Juli dieses Jahres hatte Mark Zuckerberg die Suchfunktion als eine der wichtigsten Wachstumssparten seines Unternehmens genannt. Laut Zuckerberg gibt es täglich über eine Milliarde Suchanfragen innerhalb von Facebook. „Möglicherweise“, so Zuckerberg, „könnte die Fülle an Informationen, die die User auf Facebook miteinander teilen, es bald überflüssig machen, außerhalb des sozialen Netzwerkes nach Antworten auf bestimmte Fragen zu suchen.“

Die mehr als eine Billion Beiträge auf Facebook enthalten schließlich weit mehr Informationen, als irgendeine andere Suchmaschine anzeigen könnte, meint der Facebook-Chef.

Langjährige Partnerschaft

In den USA ist Bing derzeit mit einem Marktanteil von etwa 20 Prozent hinter Google die zweitgrößte Internet-Suchmaschine. Microsoft und Facebook verbindet bereits eine langjährige und durchaus für beide Seiten profitable Zusammenarbeit. Bereits im Jahr 2007 investierte Microsoft 240 Millionen Dollar in das soziale Netzwerk, indem der Konzern rund 1,6 Prozent der Facebook-Anteile kaufte.

Im Gegenzug stellte Facebook Werbebanner für den befreundeten Konzern zur Verfügung – allerdings nur bis zum Jahr 2010, als Facebook selbst wieder mehr Kontrolle über sein Werbegeschäft haben wollte. Als Ausgleich band Facebook dann jedoch die Bing-Suchergebnisse in seine Seite ein.

Ob Facebook und Microsoft tatsächlich auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit verbinden wird, bleibt abzuwarten.

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