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Melanie 17.12.2014 16:10 Uhr
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Facebook-Mitglieder nicht länger „User“, sondern „Menschen“

Facebook hat die Art, über seine Anwender zu sprechen, überarbeitet und will die Nutzer und Werbekunden in Zukunft auf eine „menschlichere“ Art betrachten. Als erste Neuerung sollen die Mitglieder von nun an nicht mehr als „User“ bezeichnet werden, sondern als „Menschen“.

„Empathie-Team“ will verstehen, was Nutzer fühlen

Unter anderem soll ein spezielles „Empathie-Team“ nun herausfinden, wie sich die Menschen, die das soziale Netzwerk benutzen, dabei fühlen und wie es ist, ein zahlender Werbekunden zu sein.

Margaret Gould Stewart, Facebooks Leiterin für Produkt-Design, stellte jetzt bereits einige der Änderungen genauer vor. So wird beispielsweise den Mitarbeitern innerhalb des Unternehmens nicht mehr jeden Tag die „durchschnittliche User-Anzahl“ angezeigt, sondern die „durchschnittliche Anzahl an Menschen“, die bei Facebook aktiv sind.

Als Grund für die Neuerungen erklärte Gould Stewart, dass es wichtig sei, zu erkennen, dass die Facebook-Mitglieder eben nicht nur User sind, die einzig aus dem Grund existieren, damit sie das ihnen angebotene Produkt benutzen. Stattdessen solle immer daran gedacht werden, dass sie echte Menschen sind, die außerhalb von Facebook auch noch ein Leben haben.

Einander als „echte Personen“ ansehen

Bei ihrer Argumentation bezieht sich Margaret Gould Stewart übrigens auf Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey, der bereits im Jahr 2012 davor warnte, das Wort „User“ im Rahmen von Online-Plattformen zu verwenden.

Gould Stewart erklärte, dass das sogenannte „Empathie-Team“ Kunden und Unternehmen dabei unterstützen soll, ihre Werbekampagnen erfolgreich zu gestalten. Es sollen persönliche Beziehungen zu den Partnern entstehen, bei denen es darum geht, sich in den anderen einzufühlen und einander als „echte Personen“ anzusehen.

Sie bezeichnete die Werbeindustrie zudem als „äußerst verschwenderisch“. Man solle sich lieber auf das Wesentliche konzentrieren, anstatt das wertvolle Humankapital einfach zu vergeuden.

Ein gutes Zeichen

Diese Änderungen fügen sich gut in Facebooks aktuelle Marketing-Strategie ein, bei der vor allem der Mensch mit all seinen Bedürfnissen im Vordergrund stehen soll. Doch unabhängig von der Werbestrategie, kann es sicherlich als gutes Zeichen eingestuft werden, dass das einzelne Mitglied tatsächlich als „Mensch“ anstatt etwa als „seelenloser Konsument“ angesehen wird.

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