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Melanie 27.01.2015 14:24 Uhr
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Facebook sperrt kritische Inhalte in der Türkei

Facebook beugt sich dem Druck der türkischen Regierung und blockiert in der Türkei den Zugang zu bestimmten Inhalten, die angeblich den Propheten Mohammed beleidigen sollen. Laut eines Facebook-Mitarbeiters, hat sich das soziale Netzwerk zu diesem Schritt entschieden, um in dem Land nicht vollständig verboten zu werden.

Derartige Beschränkungen sind in der Türkei nichts Neues

Facebook entspräche damit außerdem der Anweisung eines türkischen Gerichts, erklärte jetzt der Mitarbeiter, der allerdings lieber anonym bleiben möchte, da Facebook ihm nicht offiziell erlaubt hatte, darüber in der Öffentlichkeit zu sprechen.

Die türkische Regierung ist bereits dafür bekannt, den Zugang zu Anbietern wie Twitter oder YouTube zu beschränken. Die jeweiligen Gründe, weshalb die Nutzung derartiger Dienste für die Bürger teilweise illegal ist, sind vielfältig. In der Regel hängen die Verbote mit angeblicher Kritik des Westens an der islamischen Welt oder einer eher „unterschiedlichen Auffassung“ von Meinungsfreiheit zusammen.

Ebenso wie viele andere US-amerikanische Unternehmen auch, arbeitet Facebook hart daran, auf dem ständig wachsenden türkischen Markt Fuß zu fassen. Das soziale Netzwerk konzentriert sich dabei vor allem auf die Nutzung von mobilen Geräten, da die Menschen in Ländern wie der Türkei meist eher Smartphones verwenden anstatt Computer.

Facebook wird deshalb auch eine nicht unerhebliche Rolle während des sogenannten „Arabischen Frühlings“ zugeschrieben, als Demonstranten unter anderem über Facebook miteinander kommuniziert hatten.

Facebook kooperiert gut mit türkischen Behörden

Nach den Anschlägen auf die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ scheint die türkische Regierung nun besonders erpicht darauf zu sein, dass die religiösen Gefühle ihrer Bürger nicht etwa durch Karikaturen verletzt werden könnten.

Wie Yaman Akdeniz, Rechtswissenschaftler an der Bilgi–Universität in Istanbul, jetzt mitteilte, kooperierte Facebook im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken bereits in der Vergangenheit gut mit den türkischen Behörden. Für den Medienexperten ist es deshalb kaum verwunderlich, dass Facebook die entsprechenden Seiten sofort entfernt hat.

Facebook selbst gibt an, ständig mit Aufforderungen, bestimmte Inhalte zu sperren, konfrontiert zu werden. Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2014 kamen circa 5.000 dieser Anfragen aus Indien, rund 1.900 aus der Türkei und etwa 1.700 aus Pakistan.

Laut dem sozialen Netzwerk forderten die türkischen Behörden Facebook allein in diesem Zeitraum 249 Mal dazu auf, Details über einheimische Nutzer bekannt zu geben. In drei Fünftel der Fälle kam Facebook dieser Aufforderung nach.

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