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Melanie 01.04.2015 10:38 Uhr
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Mit „Scrapbook“ Kinderfotos zeigen und teilen

Fotos der eigenen Kinder können in Zukunft noch einfacher und übersichtlicher bei Facebook zusammengestellt werden. Mit der neuen Funktion „Scrapbook“ können nun auch Kinder unter 13 Jahren ganz offiziell einen Auftritt im sozialen Netzwerk bekommen. Zwar haben die Minderjährigen nach wie vor kein eigenes Profil, doch haben Eltern nun die Möglichkeit, Fotos ihrer Kleinen zu veröffentlichen, dementsprechend zu kennzeichnen und sie mit ihren Freunden zu teilen. „Scrapbook“ wird allerdings zuerst nur für Mitglieder in den USA verfügbar sein.

Die meisten Eltern teilen Babybilder bei Facebook

Bislang hatten Nutzer nicht wirklich eine legale Möglichkeit, Fotos ihrer Babys zu veröffentlichen und sie über Facebook anderen zu zeigen. Vielen Eltern gelang das nur durch eine Art Trick, indem sie ihren Partner auf den Bildern markierten. So konnten auch befreundete Mitglieder die Kinderfotos leicht finden und anschauen.

Dan Barak, Produktmanager und Entwickler von „Facebook Scrapbook“, fand bei einer Umfrage unter US-amerikanischen Eltern heraus, dass 65 Prozent Fotos ihrer Kinder bei Facebook mit anderen teilen. Deshalb – und um Bilder seines eigenen Babys übersichtlich online präsentieren zu können – beschloss Barak die neue Funktion zu erschaffen.

Nun können Eltern ganz offiziell Fotosammlungen ihrer Kindern online stellen und sie mit Freunden oder Verwandten teilen. Zwar gibt es Facebook zufolge keine Gesichtserkennung bei Kindern, doch haben Eltern die Möglichkeit, ihren Nachwuchs in den Bildersammlungen von anderen zu markieren und so über Änderungen informiert zu werden.

Übrigens kann „Scrapbook“ nicht nur für Kinder, sondern auch für Haustiere genutzt werden.

Später sollen die Kinder ihre Fotos selbst verwalten

Laut Dan Barak sollen die Kinder später – also wenn sie mit 13 Jahren einen eigenen Facebook-Account haben dürfen – ihre Babyfotos selbst verwalten können. Die Jugendlichen sollen dann selber entscheiden, was mit den Bildern geschieht und wer sie sehen darf. So können sie die Fotos ebenso löschen wie noch öffentlicher machen – ganz wie sie es möchten.

Facebook plant, „Scrapbook“ noch mit einer Funktion zu versehen, durch die beispielsweise die Großeltern jedes Mal eine Nachricht bekommen, wenn ein neues Foto zur Bildersammlung ihres Enkels hinzugefügt wurde.

Einige Dinge sind allerdings noch nicht hundertprozentig ausgereift. Da immer nur maximal zwei Menschen das „Scrapbook“ eines Kindes verwalten dürfen, gibt es zum Beispiel noch keine elegante Lösung für Patchwork-Familien, die sozusagen aus mehr als zwei Elternteilen bestehen.

Unerwartete Vorteile

Laut Dan Barak war der finanzielle Nutzen der neuen Funktion für ihn kein Anreiz bei der Entwicklung. Dass Eltern bei Facebook auf diese Weise aber viel Werbung für Kinderspielzeug oder -Kleidung angezeigt bekommen, ist dennoch unstrittig.

Sogar Mitglieder, die nur ungern Kinderfotos sehen, könnten von „Scrapbook“ profitieren. Denn dementsprechend gekennzeichnete Bilder brauchen sie so gar nicht erst anzuschauen.

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