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Melanie 14.06.2015 9:35 Uhr
News von

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Facebook analysiert, wie lange etwas gelesen wird

Wie lange Facebook-Mitglieder auf eine bestimmte Nachricht in ihrem News-Feed schauen, hatte bislang keinerlei Einfluss darauf, welche News ihren angezeigt werden. Solange nichts kommentiert, geteilt oder geliked wurde, spielte das bei der Auswahl der Neuigkeiten keine Rolle. Das könnte sich nun jedoch ändern.

Optimierter Algorithmus erkennt, was Mitglieder interessiert

Denn Facebook will demnächst seinen Algorithmus optimieren, sodass es erkennen kann, wie viel Zeit ein Nutzer damit verbringt, eine bestimmte Nachricht in seinem News-Feed anzusehen. Auf diese Weise will das Unternehmen noch besser herausfinden, was seine Mitglieder interessiert, und die vorgeschlagenen News dementsprechend anpassen.

Für Facebook war es bisher gerade bei bestimmten Themen schwierig, zu erkennen, ob sie die Nutzer interessieren. Schließlich möchte kaum jemand bei der Nachricht von einer Naturkatastrophe auf „gefällt mir“ klicken. Dass User eine Neuigkeit nicht kommentieren möchten, heißt jedoch nicht, dass sie sie nicht bewegt.

Um in diesem Fall trotzdem analysieren zu können, ob die Nachricht auf Interesse stößt, soll nun gemessen werden, wie lange der Artikel angezeigt wird, bis der Nutzer weiter scrollt. Verbringt jemand mehr Zeit bei einer bestimmten Nachricht, wertet Facebook das als Zeichen, dass er sich besonders dafür interessiert, und wird in Zukunft mehr News zu diesem oder ähnlichen Themen anzeigen.

Andersherum könnten Dinge, die gar nicht interessieren, auf diese Weise aussortiert werden, ohne dass man selbst tatsächlich aktiv werden muss.

Viele Ungenauigkeiten denkbar

Doch genau dieser Punkt könnte das neue System auch ziemlich verfälschen. Was ist beispielsweise, wenn Nutzer ihren Computer plötzlich verlassen, wenn etwa das Telefon klingelt, und währenddessen bleibt zufällig irgendein News-Artikel auf ihrem Bildschirm stehen? Oder wenn User die Angewohnheit haben, einfach durch ihren News-Feed zu scrollen, ohne überhaupt richtig hinzusehen?

Auf der anderen Seite kann es eine ziemlich erschreckende Vorstellung sein, dass Facebook genau analysiert, was seine Mitglieder interessiert, ohne dass sie dabei aktiv werden und beispielsweise etwas liken oder teilen müssen.

Facebook plant, den verbesserten Algorithmus in den kommenden Wochen erstmals zu verwenden. Aufgrund der zahlreichen möglichen Ungenauigkeiten warnen Branchen-Experten jedoch davor, dem neuen System zu viel Bedeutung zuzumessen, und zu glauben, dass sich für die Nutzer viel verändern wird.

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